Küchenarbeitsplatten
Die Arbeitsplatte zählt zu den elementaren Bestandteilen einer Küche. Sie dient als Fläche zum Abstellen und Zubereiten, trägt Kochfeld und Spüle und verbindet die Unterschränke zu einer durchgehenden Ebene.
Die Arbeitsplatte prägt mit ihrer großen Sichtfläche zugleich den Gesamteindruck der Küche, ähnlich wie die Fronten. Material, Stärke und Kantenprofil bestimmen, wie belastbar Küchenarbeitsplatten sind und wie sie wirken. Die folgenden Abschnitte stellen die Anforderungen und die gängigen Materialien vor.
Die Arbeitsplatte wird stärker beansprucht als fast jede andere Fläche in der Küche. Wasser, Säuren aus Lebensmitteln, Fruchtsäfte, heiße Töpfe und Reinigungsmittel wirken täglich auf die Oberfläche ein, dazu kommen Messer und das Verschieben schwerer Gegenstände. Empfindliche Stellen sind die Ausschnitte für Kochfeld und Spüle sowie Stöße und offene Kanten, an denen Feuchtigkeit eindringen kann. Eine gute Arbeitsplatte hält diesen Einflüssen stand und sieht nach Jahren noch gepflegt aus.
Die nötige Belastbarkeit hängt von der Nutzung ab. Ein Haushalt, in dem selten gekocht wird, kommt mit einem empfindlicheren Material aus. Ein Haushalt mit Kindern oder mit täglichem, mehrfachem Kochen braucht eine robuste Oberfläche. Optik, Pflegeaufwand und Budget spielen neben der Widerstandsfähigkeit ebenfalls eine Rolle. Küchenarbeitsplatten bleiben meist fünfzehn bis zwanzig Jahre in Gebrauch, und ein späterer Austausch ist mit Aufwand verbunden.
Eine Schichtstoffplatte, auch Laminatplatte genannt, besteht aus einem Trägerkern aus Holzwerkstoff und einer Deckschicht aus harzgetränktem Dekorpapier. Das Dekor kann Holz, Beton oder Naturstein nachbilden, Steindekore sind bei Schichtstoff sehr gefragt. Schichtstoff ist in der Anschaffung günstig, unempfindlich gegen Flecken und mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Heiße Töpfe gehören auf einen Untersetzer, und an offenen Kanten kann Wasser eindringen und den Kern aufquellen lassen. Häcker führt zahlreiche Arbeitsplattendekore, von Feineiche und Walnuss bis zu Steinoptiken wie Granit, Travertin oder Taj Mahal.
Holzarbeitsplatten bringen eine warme, natürliche Optik in die Küche. Massivholzplatten werden aus Vollholz zusammengefügt, Echtholzplatten bestehen aus einer Trägerplatte mit einer Furnierschicht aus edlerem Holz. Holz ist offenporig und nimmt Wasser samt darin gelöster Farbstoffe auf, etwa aus Rotwein, Blaubeeren oder Ketchup. Eine regelmäßige Versiegelung oder Ölung ist deshalb notwendig. Schnitte, Kratzer und Druckstellen entstehen schnell, lassen sich bei Massivholz aber abschleifen. Verbreitete Holzarten sind Ahorn mit heller, klarer Zeichnung, rustikale Eiche und dunkler Nussbaum.
Natursteinplatten sind Unikate, denn keine zwei Platten zeigen dieselbe Zeichnung. Granit gehört zu den widerstandsfähigsten Natursteinen: Die Oberfläche ist beständig gegen Kratzer und Hitze und behält ihre Optik viele Jahre lang. Granit ist in zahlreichen Farben und Mustern erhältlich. Weichere Natursteine wie Marmor sind empfindlicher gegen Säuren und Flecken. Naturstein hat ein hohes Gewicht und liegt preislich im oberen Bereich. Jetstone führt Natursteine wie Nero Assoluto, Steel Grey oder Cosmos Black.
Quarzstein, bei Jetstone als Mineralstein geführt, besteht aus natürlichem Quarz und Polymerharzen. Die Oberfläche ist nicht porös, widersteht Kratzern, Flecken und Abnutzung und braucht im Gegensatz zu Naturstein keine regelmäßige Versiegelung. Die Herstellung erlaubt viele Farben und Designs, von reinem Weiß bis zu Marmoroptiken. Direkte Hitze kann das Harz schädigen, ein Untersetzer schützt die Fläche vor heißen Töpfen. Mineralwerkstoff ist ein anderes Material: Er besteht aus Aluminiumtrihydrat und Acrylharzen, wird unter Hitze und Druck verschmolzen und lässt sich nahezu fugenlos verarbeiten. Die homogene Struktur verhindert, dass Schmutz in die Fläche eindringt, und die Oberfläche fühlt sich samtig an.
Keramikarbeitsplatten zeichnen sich durch eine hohe Härte aus. Die Platten sind kratz- und hitzebeständig, nicht porös und dadurch leicht zu reinigen. Bakterien und Flecken finden auf der geschlossenen Oberfläche keinen Halt. Messer und heiße Töpfe setzen der Oberfläche kaum zu, empfindlich sind dagegen die Kanten bei harten Stößen. Die Dekore reichen von Marmor- und Steinnachbildungen bis zu Beton. Dekton von Cosentino ist ein verwandtes Material, das unter sehr hohem Druck verdichtet wird. Keramik und Dekton eignen sich auch für Rückwände und lassen sich in dünnen Stärken verarbeiten.
Wir planen Küchenarbeitsplatten aus dem Sortiment von Häcker sowie Natur-, Mineral- und Keramikplatten von Jetstone und Dekton. Unsere Ausstellung in Espelkamp zeigt verschiedene Materialien an sechs aufgebauten Küchen, sodass Sie Oberfläche und Kante direkt vergleichen. Wir nehmen das Aufmaß vor Ort, stimmen die Ausschnitte für Kochfeld und Spüle ab und begleiten Ihre Küche bis zur fachgerechten Montage. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.